Bruch nach der Trinkpause: FC Kempten gibt Führung aus der Hand und unterliegt Aindling mit 1:4
Das Landesliga-Heimspiel im Illerstadion begann für den FC Kempten ganz nach Plan, endete jedoch in einer ernüchternden 1:4-Heimniederlage gegen den TSV Aindling.
Die Hausherren übernahmen von der ersten Minute an die Spielkontrolle. Das druckvolle Auftreten belohnte Kevin Haug bereits nach einer Viertelstunde: Nahezu ungestört schob er den Ball aus rund zehn Metern flach und überlegt zur verdienten 1:0-Führung ein.
Der spürbare Bruch im Kemptener Spiel folgte Mitte des ersten Durchgangs. Nach einer kurzen Trinkpause und einem ersten gefährlichen Warnschuss auf das Tor von FC-Keeper Buron Aurhammer verlor die Mannschaft von Cheftrainer Felix Thum völlig den Zugriff. Aindling witterte die Verunsicherung, attackierte früher und riss die Partie an sich. Der Kemptener Spielfluss kam komplett zum Erliegen. Folgerichtig markierte TSV-Torjäger Markus Kugler in der 29. Minute den Ausgleichstreffer. Die Gäste blieben am Drücker und drehten die Partie noch vor dem Pausenpfiff mit dem Treffer zur verdienten 2:1-Halbzeitführung.
Auch im zweiten Spielabschnitt fand Kempten nicht mehr zu seiner anfänglichen Linie zurück. In der 63. Minute entschied der Schiedsrichter nach einem Foulspiel auf Strafstoß für Aindling, den Markus Kugler souverän zum 1:3 verwandelte. Zehn Zeigerumdrehungen später besiegelte Moritz Wagner mit dem Treffer zum 1:4 die deutliche Niederlage der Kemptener.
Felix Thum fand nach Spielende klare Worte:„Wir haben die Linie des Schiedsrichters nicht angenommen und hätten schlichtweg aggressiver gegen den Ball arbeiten müssen. Der Ausgleichstreffer hat uns spürbar beschäftigt und völlig aus dem Konzept gebracht. Insgesamt war diese Niederlage unnötig und am Ende vielleicht um ein Tor zu hoch ausgefallen.“
Text/Foto: Böhm BU: Nichts zu halten gab es für Aurhammer bei den Gegentreffern