Der FC Kempten hat am Samstagnachmittag beim SV Manching mit 2:4 verloren. Damit ist die Auswärtsserie der Allgäuer beendet. Entschieden wurde die bis dahin ausgeglichene Partie in der Schlussphase, und zwar durch einen umstrittenen Strafstoß.

Kempten erwischte den besseren Start: Simon Kolb verwandelte in der 10. Minute einen Foulelfmeter zur 0:1-Führung. Kurz vor der Pause glich Berkan Aydin für die Gastgeber aus (43.), und es ging mit 1:1 in die Kabinen.

Auch nach dem Wechsel begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe. Sebastian Graßl brachte Manching in der 63. Minute erstmals in Führung. Die Antwort des FCK kam schnell: Wieder trat Kolb vom Punkt an, und wieder traf er, diesmal zum 2:2 (66.). Die Partie schien auf ein Remis hinauszulaufen, bis der Schiedsrichter in der 80. Minute erneut auf den Punkt zeigte, diesmal für Manching. Die Entscheidung war umstritten, doch Graßl ließ sich die Chance nicht nehmen und traf zum 3:2. Kempten musste nun aufmachen und alles nach vorne werfen, um doch noch einen Punkt mitzunehmen. Die Gastgeber nutzten die Räume eiskalt: Nur eine Minute später machte Kevin Csatari mit einem Konter zum 4:2 den Deckel drauf (81.).

Kemptens Felix Thum brauchte eine Weile, um die Niederlage zu verdauen. Danach zog er ein ausgewogenes Fazit: „Wir haben in einem Spiel auf Augenhöhe ein, zwei individuelle Fehler gemacht. Insgesamt war es ein gutes Spiel von beiden Mannschaften. Nun heißt es, positiv in die Trainingswoche gehen und in den nächsten drei Spielen unbedingt zu punkten.“

Der Blick geht jetzt nach vorne. Die Mannschaft freut sich besonders auf das kommende Wochenende: Zum ersten Mal seit Wochen spielt der FC Kempten wieder zu Hause im Illerstadion. Dort will das Team die Niederlage von Manching vergessen machen und mit der Unterstützung der eigenen Fans gegen den TSV Gersthofen wieder punkten.

Text/Foto: Horst Böhm BU: Hängende Köpfe nicht nur bei Marcell Graf nach der Pleite in Manching