Bittere Auswärtsniederlage: FC Kempten investiert viel und steht in Stätzling mit leeren Händen da
Es war die erwartet schwere Hürde, die auf den FC Kempten bei den Augsburger Vorstädtern wartete. Am Ende einer intensiven Partie stand die Mannschaft von Trainer Thum trotz eines beherzten Auftritts und hohem Aufwand ohne Zählbares da: Der FC Stätzling setzte sich knapp und glücklich mit 1:0 durch.
Die Gäste aus dem Allgäu erwischten einen Auftakt nach Maß. In den ersten 20 Minuten dominierte das Thum-Team das Geschehen auf dem Platz nach Belieben, presste früh und setzte die Hausherren massiv unter Druck. Allen voran Kevin Haug riss die Stätzlinger Defensive mehrfach auf und strahlte enorme Torgefahr aus. Doch die Gastgeber stemmten sich mit leidenschaftlichem Einsatz gegen den Rückstand und warfen sich erfolgreich in die Abschlüsse der Kemptener, die den fälligen Führungstreffer verpassten.
Erst nach dieser Drangphase fand Stätzling besser in die Partie und verbuchte die erste eigene Möglichkeit, als ein Schuss nur knapp am Gehäuse vorbeistrich. In der 27. Minute handelte sich Manuel Wiedemann nach einem Foulspiel an der Mittellinie die Gelbe Karte ein – eine Verwarnung mit Folgen. Bis zum Pausenpfiff entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, nennenswerte Torchancen blieben bis zum Seitenwechsel jedoch Mangelware.
Zu Beginn des zweiten Durchgangs setzten zunächst die Hausherren Akzente, ehe der FCK durch einen Freistoß und einen anschließenden Eckball wieder gefährlich vor das gegnerische Tor kam. In der 65. Minute folgte dann der Schock für Kempten: Nach einem Handspiel zückte der Schiedsrichter die Gelb-Rote Karte gegen Wiedemann.
In Unterzahl geraten, hielten die Kemptener zunächst diszipliniert dagegen; Stätzling wusste die numerische Überlegenheit vorerst nicht entscheidend zu nutzen. Zehn Minuten nach dem Platzverweis half den Hausherren schließlich das Spielglück: Buron Auerhammer unterlief ein tückischer Aufsetzer, der auf dem Boden überraschend hoch absprang und unhaltbar zum 1:0 im Netz landete (75.).
In der Schlussviertelstunde warf der FC Kempten trotz der Unterzahl noch einmal alles nach vorne. Wiederholt tauchten die Gäste gefährlich vor dem Gehäuse auf, fanden ihren Meister aber immer wieder im glänzend aufgelegten Schlussmann der Stätzlinger, der sicher jede Flanke entschärfen konnte. Da half auch der Einsatz von Andi Hindelang in den Schlussminuten nicht mehr – ihm war anzumerken, dass er noch nicht ganz der alte ist. Der hochverdiente Ausgleichstreffer wollte nicht mehr fallen, sodass der FC Stätzling drei Punkte verbuchte, während sich der FCK für eine couragierte Leistung nicht belohnen konnte.
Text/Foto: Böhm, BU: Kevin Haug war ständiger Unruheherd vor dem Stätzlinger Tor; Bild2: Andi Hindelang absolvierte in den Schlussminuten seinen ersten Pflichtspieleinsatz für den FC Kempten